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Porsche Macan, Cayenne - Manipulationen, was Geschädigte zum Jahresende 2017 wissen müssen

10.29.2017

Autor: Fachanwalt Bank- und Kapitalmarktrecht Karl-Heinz Steffens

Schlagworte: Porsche Abgasskandal, Verjährung

Porsche Macan, Cayenne - Manipulationen, was Geschädigte zum Jahresende 2017 wissen müssen

Bundesverkehrsminister Dobrindt gab Mitte 2017 bekannt, dass Fahrzeuge der Porsche AG manipuliert seien.

Es handelt sich dabei um den Porsche Cayenne, für den derzeit ein Zulassungs-stopp gilt und für den das KBA einen Rückruf angeordnet hat.

Bereits 2016 wurden Besitzer des Porsche Macan angeschrieben und darum gebeten, ihr Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen, damit der neue Softwareupdate aufgespielt werden kann. Zuvor gab es offensichtlich Unregelmäßigkeiten mit dem Thermometer.

Rücktritt erklären und Porsche Cayenne zurückgeben

Verbraucherschützer haben aufgrund dieser Ereignisse zwischenzeitlich für Porsche Geschädigte Klagen gegen Porschezentren und gegen die Porsche AG eingereicht.

Die Besitzer der Modelle Cayenne und Macan wollen ihre Fahrzeuge ohne Zahlung einer Nutzungsentschädigung zurückgegeben.

Es ist Geschädigten zu raten, das Softwareupdate nicht hinzunehmen.

Bereits im eigentlichen VW Abgasskandal berichten zahlreiche Geschädigte VW Fahrer, dass es nach dem Softwareupdate zu ganz erheblichen Problemen kam, wie z.B. Minderleistung, Mehrverbrauch, Motorschäden, Verstopfung der AGR Ventile etc.

Selbst zahlreiche Experten sind der Ansicht, dass eine Nachbesserung durch ein Softwareupdate Nachteile für den hochwertigen Porsche Cayenne mit sich bringt.

Es ist den Geschädigten daher dringend zu empfehlen, sich auf Update nicht einzulassen und stattdessen ihr Fahrzeug zurückzugeben.

Rückruf November 2017 Porsche Cayenne

Marke:Porsche, Modelle:Cayenne 3,0-Liter-V6-Diesel (EU6)

Produktionszeitraum: 2014 bis 2017

Gründe/Maßnahmen:Nicht ausreichend beschriebene Parameter zur Aktivierung des Warmlaufmodus beschrieben / zulassungsverbot verhängt / Software-Update

Fahrzeuge (D):6.000, Baugruppe:Motor/Abgasanlage

Interner Aktionscode: k.A.

Vollzug erkennbar an: Eine durchgeführte Aktion wird im Garantie- und Wartungs-heft dokumentiert.

Die Chancen stehen sehr gut. Die Kanzlei Steffens wird Klagen vor dem Land-gericht Stuttgart einreichen.

Das Landgericht Stuttgart hat unter den Aktenzeichen 20 O 425/16 und 12 O 386/16 zwei Urteile im VW Abgasskandal erlassen. Die Diesel-Probleme lassen sich auf die Porsche-Fälle eins zu eins übertragen!

In einem Verfahren konnte ein Geschädigter ohne Fristsetzung aufgrund der Manipulationen an seinem Fahrzeug zurücktreten. In dem anderen Fall erhielt er einen Minderungsbetrag aufgrund der Manipulationen.

Diese Urteile zeigen, dass das Gericht in Stuttgart positiv gestimmt ist für die Geschädigten. Diese Tendenz wird sich nach unserer Auffassung noch weiter fortsetzen.

Auch Rechtsschutzversicherungen sind für die Ansprüche von Porsche-Kunden offener. Sie haben gerade vom OLG Düsseldorf die Anweisung bekommen, diese Verfahren durch Rechtsschutzgewährung zu begleiten.

Es ist den Geschädigten daher dringend anzuraten, sich zur Wehr zu setzen und Ihre Ansprüche geltend zu machen.

Die Ausssichten werden immer besser. Zudem verjähren die Ansprüche oft zum Jahresende 2017. Dann hat die Porsche AG ihr mögliches Ziel erreicht - kein Schadenersatzanspruch wegen der Diesel-Motoren zahlen zu müssen!



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