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Oltmann Gruppe Dachfonds Nr. 3 und Berater Ralf Kuckertz - Finanznachrichten-dienst GoMoPa bereichtet

11.01.2017

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Schlagworte: Oltmann Gruppe Dachfonds Nr. 3, Schadenersatz

Oltmann Gruppe Dachfonds Nr. 3 und Berater Ralf Kuckertz - Finanznachrichten-dienst GoMoPa bereichtet

Der Schiffsfonds-Anbieter Oltmann Gruppe GmbH & Co. KG aus Leer bezeichnet seine Fonds gern als Schnäppchenfonds, da die Oltmann Gruppe kein Agio verlangt, keine Treuhand-Gebühren, keine Platzierungsgarantie-Gebühren und regelmäßig die niedrigste Kostenquote der Branche hat.

Beim Schnäppchenfonds 2 beispielsweise werden bei einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro lediglich 7 Millionen Euro Vertriebskosten und 2,25 Millionen Euro Managementgebühr in 6 Jahren veranschlagt, zusammen also 9,25 Millionen Euro oder 18,50 Prozent, bezogen auf das Eigenkapital, wie Fondsexperte Knut Weitkamp von der Hunekes Gesellschaft für Investitionsanalysen mbH aus Münster gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net vorrechnete.

Das von Inhaber Andre Nils Tonn (49) aus dem schleswig-holsteinischen Ahrens-burg geführte Haus, der seit 2009 Nachfolger des Gründers und Reedermachers (Hansa Journal) Jan Luiken Oltmann ist, will anders sein als die Konkurrenz.

Tonn schrieb im vorigen Jahr in die Unternehmensbroschüre zum 30jährigen Bestehen des Unternehmens:

Zitat:Die Oltmann Gruppe macht so ziemlich alles anders als die meisten anderen Fondsinitiatoren - und das seit über 30 Jahren.

Erster antizyklischer Schiffsfonds.
Die Oltmann Gruppe ist ein Pionier und marktführender Anbieter von antizyklischen Schiffsfonds, die in Krisenzeiten Frachtschiffe oftmals sehr günstig aufkaufen und nach einem Anziehen der Märkte gewinnbringend mit möglichst hohen Renditen verkaufen könne.

Doch beim 2009 aufgelegten und rund 25,5 Millionen Euro Kommanditkapital (Stand 2015) schweren Fonds Oltmann Gruppe Dachfonds Nr. 3 GmbH & Co. aus Leer scheinen die Anleger nicht sehr glücklich zu sein.

Laut der letzten Leistungsbilanz für das Jahr 2015 hat der Ottmann Gruppe Dach-fonds Nr. 3 den größten Happen an Kommanditkapital in Höhe von rund 8,54 Millionen Euro in den zur Oltmann Gruppe gehörenden Schifffonds Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG MS Orkan in Leer gesteckt, bei dem Oltmann-Eigner Andre Tonn zu 92,64 Prozent wirtschaftlich Berechtigtiger ist.
Der Zielfonds fuhr Ende 2014 einen Verlust von rund minus 629.000 Euro ein. Das Eigenkapital sank von rund 8,5 Millionen Euro im Jahr 2014 auf rund 7,7 Millionen Euro im Jahr 2015.
Das working captial rutschte gar deutlich ins Minus: Von plus 45.103 Euro im Jahr 2014 auf rund minus 11,3 Millionen Euro im Jahr 2015.
Als Sicherheit für die Schiffshypothek in Höhe von rund 13 Millionen Euro (Verbind-lichkeit gegenüber Kreditinstituten) ist eine erststellige Schiffshypothek aus ab-straktem Schuldversprechen von 23,64 Millionen US-Dollar in das Seeschiffs-register eingetragen worden. Daneben sind sämtliche Fracht- und Charteran-sprüche sowie Ansprüche aus Versicherungsverhältnissen an den Darlehensgeber abgetreten.
Zwei voneinander unabhängige Anleger aus Hessen, die vom bayerischen Unter-nehmensberater Ralf Kuckertz (53) aus Würzburg in den Oltmann-Dachfonds Nr. 3 vermittelt wurden, wandten sich an den Finanznachrichtendienst GoMopa.net und suchen einen Anwalt gegen den wirtschaftlich Berechtigten Andre Tonn und Fondsgeschäftsführer Diplomkaufmann und Rechtsanwalt Volker Beckmann (54) aus Mettmann in Nordrhein-Westfalen, der die Fondsgeschäfte seit Januar 2015 führt, sowie den Vermittler Ralf Kuckertz (53) aus Würzburg in Bayern.
Kuckertz hatte mit seinem Geschäftspartner Markus Ruf (40) aus Bad Mergentheim in Baden-Württemberg im Jahr 2010 die Finest Brokers Shipping Invest GmbH & Co. KG im Weinbergweg 2 in Würzburg mit jeweils 5.000 Euro Kapitalanteilen gegründet.
Die Firma ist am 5. Januar 2017 sang- und klanglos erloschen.
Eine Anlegerin aus Hessen beschreibt gegenüber GoMoPa.net ihr Leid:

Zitat: Seit dem 19. Oktober 2010 bin ich auch beim oben genannten OLTMANN-Fonds als Anleger mit 30.000 Euro investiert, ohne bis heute auch nur einen geringsten Nutzen erhalten zu haben.
Der Fonds hat angeblich eine Laufzeit bis 31. Dezember 2024. Auf Nachfragen werde ich immer wieder mit der - für mich nicht wirklich überprüfbar schlechten Marktlage weitervertröstet.
Doch aufgrund auch anderer Erfahrungen tendiere ich inzwischen dazu, dass man mich hier eines Besseren belehren will und frohgemutes das mir zuvor leider nicht zur Kenntnis .gelangte Schneeballsystem auf Kosten der Anleger praktiziert. Und dies jüngst womöglich sogar in Sachen Steuerrecht.

Der damalige Vermittler, Herr Ralf Kuckertz, welcher mir immer wieder beinahe penetrant davon berichtet hatte, dass in sogar allerkürzester Zeit durch Ver-kaufsgewinn des Objektes ein sehr guter Gewinn, wie schon geschehen, gemacht werden könne, hat sich seither aber nicht wieder gemeldet.
Diese Entwicklung ist für mich inzwischen höchst bedenklich und aufklärungsnotwendig geworden. Daher suche ich nach einer insofern sehr erfahrenen Rechtsanwaltskanzlei mit dieser Adressnachfrage an Sie.

Verbraucherschützer machen darauf aufmerksam, dass der Oltmann-Dachfonds laut Leistungsbilanz 2014 bisher 2 % des Kommanditkapitals an seine Komman-ditisten ausgezahlt habe. Nur bei weiterer Marktverbesserung seien Auszahlungen an die Gesellschafter des Dachfonds zu erwarten. Die Kanzlei Steffens bietet eine kostenlose Ersteinschätzung für die Anleger an.

Die Anwälte der Kanzlei Steffens haben das Praxishandbuch Schiffsfonds herausgebracht. Hier werden auf über 500 Seite alle Hintergründe von Schiffsfonds beleuchtet.



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