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Restschuldversicherungen: meist überteuert und wenig Nutzen für den Verbraucher

11.07.2017

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Schlagworte: Kredit,Restschuldversicherung

Achtung bei Restschuldversicherungen!

Restschuldversicherungen: meist überteuert und wenig Nutzen für den Verbraucher

Der Zeitpunkt in 2017 für einen Kredit ist attraktiv wie selten:

Niedrige Zinsen machen es möglich, manch kostspieligen Traum vom Auto oder einer Reise günstig zu finanzieren. Doch das vermeintliche Ahgebot für einen Kredit  kann sich oft als Kostenfalle herausstellen.

Kredit und Restschuldversicherung

Schuld daran sind sogenannte Restschuldversicherungen. Restschuldversicherungen sollen den Kredit im Falle einer schweren Krankheit, Arbeitslosigkeit oder sogar Tod absichern. Was auf den ersten Blick wie ein sinnvolles Produkt erscheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung nicht selten als großes Ärgernis. Das Ärgernis besteht in den Kosten und der Leistung!

Nach einer Untersuchung der GfK Finanzmarktforschung im Auftrag des Bankenfachverband e.V. haben 28 % aller Ratenkreditnutzer eine Restkredit-versicherung oder Restschuldversicherung abgeschlossen. 22 Prozent der Raten-kreditnutzer haben ihren Ratenkredit online abgeschlossen. Die Absicherung des Kredits bei Tod ist das am häufigsten abgesicherte Risiko. Die meisten Restkredit-versicherungen enthalten eine Kombination der Risiken "Tod, Arbeits-losigkeit und Arbeitsunfähigkeit".

Restschuldversicherungen sind in der Regel überteuert und haben in den seltensten Fällen wirklich einen Nutzen für den Verbraucher“, warnt Sandra Klug, Teamleiterin Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hamburg. „Aufgrund der hohen Provisionen, die Versicherer für die Vermittlung solcher Verträge zahlen, werden sie von den Beratern aber gerne verkauft.“

Auch eine Targo-Bank-Kundin aus Hamburg tappte in die Restschuld-Falle. Was die Mini-Jobberin nicht wusste: Ihre Versicherung leistet zwar bei Arbeitslosigkeit, aber nur beim Verlust eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses. Trotz eines laufenden Vertrages besitzt die Verbraucherin also keinen Versicher-ungsschutz. Ein klarer Fall von Fehlberatung.

Die Marktwächter empfehlen: Prüfen Sie genau Ihren Bedarf, Seien Sie misstrauisch bei teuren Restschuldversicherungen.

Es gibt auch eine Reihe von Gerichtsurteilen zu den Restschuldversicherungen, die leider nicht nur den Verbraucher schützen.



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