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Internetportale sollen für Kunden haften wegen Umsatzsteuerberechnung bei den Käufen

11.17.2017

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Schlagworte: ebay, Internetbörse, Haftung Umsatzstuer

Internet-Verkaufsportale Amazon und ebay sollen für Steuerbetrug durch Verkäufer auf den Plattformen haften

Ein großer Steuerschaden wird dadurch verursacht, dass Händler im Internet keine Umsatzsteuer bezahlen.

Nun wollen die Finanzministerien von Bund und Ländern Abhilfe schaffen und erreichen, dass große Verkaufsportale wie Amazon und Ebay für Betrügereien ihrer Mitglieder haften. EU-Kommission: Europaweit fast 160 Milliarden Euro Mehrwert-steuer-Verluste wegen der Privatverkäufe ohne Umsatzsteuer. ,

Dies berichtet Spiegel-Online am 17.11.2017.

Impressum mit Händlernennungen soll eingeführt werden!

In einem Bericht der Steuer-Abteilungsleiter der Finanzministerien von Bund und Ländern haben diese Regelung vereinbart. Ähnlich wie in Großbritannien sind die Betreiber dazu verpflichten, dafür zu sorgen, dass ihre verkaufenden Mitglieder Umsatzsteuern abführen.

Als letzte Möglichkeit, für den deutschen Fiskus nicht greifbare Händler stillzulegen, sollen deren Webseite und der zugehörige Google-Eintrag gelöscht beziehungs-weise eingefroren werden können.

Häufig beglichen Händler aus China und anderen Drittländern die fällige Umsatz-steuer nicht, erläutert Spiegel-Online. Es entstehe ein großer Verlust für den Fiskus, der auf hunderte Millionen Euro im Jahr geschätzt wird.

Gesetzesentwurf soll bald vorliegen

Die Neuregelung soll am 30.11.2017 beim Treffen der Finanzminister von Bund und Ländern beschlossen werden.

Zu Jahresbeginn 2018 soll ein diesbezüglicher Gesetzesentwurf vorliegen.

Urteil dazu:

FG Köln, Umsatzsteuerpflicht bei Verkäufen über Online-Plattform – Kleinunter-nehmerregelung – Voraussichtlicher Umsatz bei Unternehmensneugründung, BeckRS 2017, 94566

 



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