Anleger von Solar 9580 werden von Herrn Hamberger wegen Umsatzsteuer angeschreiben! Was ist zu tun?

11.29.2015

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht Steffens

Schlagworte: Bankrecht

Herr Reiner Hamberger für Solar 9580 schreibt offensichtlich Anleger an und fordert diese auf, Umsatzsteuer, die im Rahmen der Pachtzahlungen an die Anleger geflossen sind, an Solar 9580 zurückzuzahlen.

Viele Anleger sind nun verunsichert, ob sie tatsächlich verpflichtet sind, diese Rückzahlungen zu leisten.

In letzter Zeit haben sich bereits die schlechten Nachrichten für die Anleger von Solar 9580 gemehrt. Nach der Berichterstattung des MDR steht für die Anleger dringend zu befürchten, dass die Investitionen in Solaranlagen möglicherweise ein  Schneeballsystem waren. Nach den Recherchen des Fernsehteams von MDR existieren an den in den Pachtverträgen angegebenen Adressen keine Solar-anlagen.

Die Anleger von Solar 980 laufen nicht nur Gefahr, dass ihre Investitionen voll- ständig verloren gehen, sondern Solar 9580 verlangt nun weiteres Geld für die Umsatzsteuer zurück.

Nach Ansicht von Anlegerschutzanwälten besteht jedoch kein Rückzahlungs-anspruch für Solar 9580 auf die anteilige Umsatzsteuer, die Solar 9580 an die Anleger ausgezahlt hat. Insbesondere die Anleger, die diese Umsatzsteuer an das für sie zuständige Finanzamt ausgekehrt haben, verfügen nicht einmal mehr über die Umsatzsteuer, welche nun geltend gemacht wird. Sie haben sie ordnunggemäß abgeführt.

Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarkltrecht raten  dringend davon ab, die geforderten Beträge ohne Rücksprache mit einem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt an Solar 9580 zurückzuzahlen.



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