MPC Santa P-Schiffe 2

12.07.2016

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Schlagworte: Schadensersatz,schiffsfonds

MPC Santa P-Schiffe 2

Seit Jahren werden die Anleger des Schiffsfonds MPC Santa P-Schiffe 2 mit schlechten Nachrichten konfrontiert. Für die Anleger verblieben nach der Liquidation des Fonds wahrscheinlich erhebliche finanzielle Verluste.

Im Juli 2007 legte MPC Capital den Dachfonds MPC Santa P-Schiffe 2 auf.

Anleger konnten sich mit einer Mindestsumme von 10.000 Euro beteiligen und investierten insgesamt rund 88 Millionen Euro.

Der Dachschiffsfonds investierte in die vier Panamax-Containerschiffe

- MS Santa Pamina,

- MS Santa Pelagia,

- MS Santa Petrissa

und MS Santa Placida.

Für die Anleger war ihre Beteiligung an dem Dachfonds MPC Santa P-Schiffe 2  wenig erfreulich. Daran würde sich selbst nach der Liquidation des Fonds nichts mehr ändern.

Allerdings haben Schiffsfondszeichner noch die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen.

In den Beratungsgesprächen wurden die Anleger gerade bei der Vermittlung von Beteiligungen an Schiffsfonds häufig fehlerhaft beraten!

In dieser Falschberatung kann nun der Hebel für Schadensersatzansprüche liegen. In der Anlageberatung wurden Schiffsfonds oft als sichere und renditestarke Kapitalanlagen dargestellt.

Tatsächlich handelt es sich in aller Regel um spekulative Geldanlagen mit einem Totalverlust-Risiko für die Anleger. Daher hätten die Anleger über die Risiken auch umfassend aufgeklärt werden müssen. Neben dem Totalverlustrisiko zählen z.B. lange Laufzeiten, Wechselkursverluste bei Fremdwährungsdarlehen und Ertragen in Fremdwährungen oder die erschwerte Handelbarkeit der Anteile zu den Risiken.

Als der Dachfonds MPC Santa P-Schiffe 2 aufgelegt wurde, stand bereits fest, dass der Panamakanal ausgebaut wird und inzwischen auch fertiggestellt ist.

Wegen des Ausbaus haben die kleineren Panamax-Schiffe mit geringerer Lade- kapazität ihren Wettbewerbsvorteil eingebüßt, da nun auch größere Schiffe diese Wasserstraße befahren können. Auch darüber hätten die Anleger aufgeklärt werden müssen! Dies ist fast immer unterblieben.

Ebenso hätten die vermittelnden Banken ihre teilweise hohen Provisionen, sog. Kick-backs, nicht verschweigen dürfen.

Lassen Sie sich vom Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Karl-Heinz Steffens beraten. Er ist auch Autor des Praxishandbuchs Schiffsfonds beim De Gruyter Verlag Berlin.



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