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Schäden durch den Abgasskandal - Situation November 2017

11.01.2017

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Schlagworte: Abgasskandal, VW,Audi, Seat, Skoda

Abgasskandals auch nach Software-Update bei VW Modellen

Das Software-Update, was den Käufern von manipulierten VW-Modellen als Lösung versprochen wurde, stellt sich als neue Belastung für die Geschädigten des Abgasskandals bei verscheidenen Diesel-Autos dar. .

Schäden durch den Abgasskandal - Situation November 2017

Im September 2015 wurde der Betrug des VW-Konzerns aufgedeckt.

Jahrelang hatte der Autohersteller Dieselautos so manipuliert, dass diese die Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand erfüllten. Sie erfüllten ihn durch die Soft-ware jedoch auf den Straßen nicht, wo die autos tatsächlich zum Einsatz kommen. Die Werte werden nicht eingehalten. Diese Manipulation, die zur Umweltver-schmutzung und Gesundheitsgefährdung des Menschen führt, wurde von VW mittlerweile zugegeben. Der Umgang mit diesem Problem zeigt aber noch keine wirkliche Lösung auf.

Schäden durch das Software-Update

Der Rückruf der vom Abgasskandal betroffenen Modelle führt bei vielen Diesel Fahrzeugen zu Langzeitschäden. Autofahrer, die das Softwareupdate bereits durchgeführt haben klagen über einen höheren Verbrauch und schlechtere Leistungen. Doch noch ernstere Probleme sind bereits aufgetreten. Bei einigen Betroffenen zeigen sich die negativen Folgen kurz nach der Durchführung des Updates, bei anderen bleibt der PKW nach einiger Zeit unvermittelt liegen.

Das neue große Hauptproblem besteht darin, dass sich bei der Durchführung des Softwareupdates, die eigentlich die Manipulationsfunktion der VW-Betrugssoftware entfernen soll, die Rate der Abgasrückführungsfunktion (AGR) ändert.

Bei einigen Motoren entstehen dadurch neue Probleme mit dem AGR-Ventil. Dieses wird durch Rußablagerungen so stark verschmutzt, dass man um einen Austausch nicht herumkommt.

Ohne Garantiezusage bleiben Verbraucher auf Reparaturkosten sitzen

In einigen Fällen hat VW die Kosten für den Austausch des AGR-Ventils über-nommen.  Zu beachten ist jedoch, dass das Software-Update bei vielen Fahr-zeugen aufgespielt wird, die schon Jahrelang in Gebrauch sind. Wenn bei diesen Modellen dann ein Schaden auftritt, hat der Verbraucher erhebliche Schwierig-keiten nachzuweisen, dass dieser auf die Durchführung des Software-Updates zurückzuführen ist. Ohne eine verbindliche Garantiezusage des Herstellers für das Update bleibt damit immer die Gefahr bestehen, dass der Verbraucher auf den notwendigerweise entstehenden Kosten sitzen bleibt.

Handlungsmöglichkeiten der Kunden betroffener Modelle

Die Eigentümer betroffener Modelle sind oft verunsichert darüber, wie sie jetzt am besten vorzugehen haben.

Viele Experten raten das Softwareupdate nicht durchzuführen, um sich den Folge-problemen gar nicht erst auszusetzet. Doch oft haben die Kunden der vom Abgasskandal betroffenen Modelle keine wirkliche Wahl das Update durchzuführen oder nicht. Denn bei einer Nichtdurchführung droht das Kraftfahrtbundesamt mit dem Entzug der Betriebserlaubnis. Des Weiteren könnte es zum Entzug der TÜV-Plakette kommen. Darüber hinaus stehen Fahrverbote in Großstädten wie München, Stuttgart, Berlin usw. unmittelbar bevor.

Trennung vom Abgasskandal-Auto

Auf Grund dieser Situation ist es für die Verbraucher das Beste sich von ihren Dieselskandal-Autos zu trennen. Da dies aber nicht nur eine kleine Zahl von Verbrauchern betrifft und der Abgasskandal in der Öffentlichkeit große Wellen geschlagen hat und demnach ein großer Imageschaden bei den Dieselmodellen entstanden ist, ist auch der Wert der Fahrzeuge auf dem freien Auto-Markt erheblich eingebrochen.

Kunden können Ansprüche erfolgreich vor Gericht durchsetzen

Um diesen Werteverlust zu umgehen ist es für die Kunden von manipulierten Diesel-Fahrzeugen am ratsamsten ihre rechtlichen Ansprüche gegenüber dem Hersteller und dem Verkäufer (Autojhaus) geltend zu machen.

Denn durch den vorgenommen Betrug wegen der Abgaswerte und die Mange-lhaftigkeit des Abgasskandal-Wagens hat der Käufer nun einen Anspruch Rück-zahlung des Kaufpreises beziehungsweise auf eine Ausgleichszahlung  durch den Hersteller. Auf der Ebene der Landesgerichtlicher konnten jetzt nach und nach immer mehr Geschädigte des Abgasskandals ihre rechtlichen Ansprüche vor Gericht durchsetzen.

Es gibt eine Vielzahl von positiven Urteilen zu den mangelhaften Fahrzeugen aus der gesamten Bundesrepublik!

Die Rechtsschutzversicherungen übernehmen auch immer öfter die Deckung für die Verahndlungen und Prozesse!



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