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Schadensersatz für Anleger der Commerzbank in Schifffonds CFB 166

11.05.2017

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Schlagworte: Schifffonds CFB 166, Schadenersatz, Verjährung

Schadensersatz für Anleger der Commerzbank in Schifffonds CFB 166

Worum geht es bei dem Schiffsfonds?

Die frühere Dresdner Bank AG, deren Geschäfte die Commerzbank AG vor Jahren übernommen hat, hat einer Vielzahl ihrer Kunden Anteile an den Schifffonds CFB 166 sowie anderer Schiffsfonds verkauft.

Die Commerzbank muß Anleger entschädigen, die Ausfälle erlitten haben bei Zeichnung dieser Schifffonds, die die Commerz Real verwaltet. Die Commerz Real Fondsbeteiligung Gesellschaft mbH ist ein Unternehmen der Commerz Realgruppe und Spezialistin für die Konzeption, Vertrieb und Verwaltung von unternehmer-ischen Beteiligungen, die vor dem 22.07.2013 aufgelegt wurden.

Der CFB 166 und auch der CFB-Fonds 168 sind Schifffonds, die in Form von Kommanditbeteiligungen den Anlegern verkauft als Kapitalanlage wurden. Durch ein aktuelles Urteil des OLG Frankfurt/m. können Anleger jetzt hoffen, deren Anteile aktuell nichts wert sind und einen Totalverlust darstellen. Die Anleger hatten Klage erhoben gegen die Commerzbank AG auf Schadensersatz.

Der Anspruch auf Schadensersatz geht dahin, so gestellt zu werden, wie der Anleger im Schiffsfonds stehen würde, hätte er die marode Anlage nicht gezeichnet bzw. erworben.

Das OLG Frankfurt/M sah es als erwiesen an, daß ein Schadensersatzanspruch besteht, da nicht anlage- und anlegergerecht beraten wurde und der Anleger nicht ordnungsgemäß aufgeklärt wurde. Hierbei ging es nicht nur um das Agio von 5 %, sondern auch um Verkaufsprovisionen, die hinter dem Rücken des Kunden an die Dresdner Bank AG zurück geflossen sind (sogenanne Kick-Back-Zahlungen). .

Es wurde ferner nicht über die Währungsrisiken aufgeklärt. Die Anlage erfolgte in US-Dollar. Mit einer Anlage in einer fremden Währung sind immer Risiken ver-bunden, denn die Währungen unterliegen, wie Aktienkurse auch, Schwankungen mit der Folge, daß bei Umrechnung in Euro der ursprüngliche Kaufpreis nicht mehr erzielt werden kann, wenn sich der US-Dollar „gegenentwickelt hat”.

Was müssen Anleger beachten?

Bei Kapitalanlagen besteht immer ein Problem mit der die Verjährung der Ansprüche. Wenn Ansprüche verjährt sind, können sie nicht mehr durchgesetzt werden. Die absolute Verjährungsfrist beträgt 10 Jahre.

Dieses bedeutet, daß Kunden, die im Jahr 2007 die Schifffonds gezeichnet haben, spätestens bis zum 31.12.2017 verjährungshemmende Maßnahmen vornehmen müssen. Anleger die im Jahr 2008 gezeichnet haben, deren Ansprüche verjähren spätestens zum 31.12.2018. Hier ist die Verjährung aber taggenau - es kommt also auf den Zeichnungstag an!

Die Hemmung der Verjährung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Es wird jedoch empfohlen, wenn Ansprüche bestehen, diese mittels Klageerhebung durch-zusetzen und mit Klageerhebung die Verjährung zu unterbrechen.

Die Beweislast für Pflichtverletzungen, im Rahmen des Beratungsvertrages, trägt der Anleger. Er muss beispielsweise beweisen, daß über Provisionen nicht bzw. nicht hinreichend aufgeklärt wurde.

Können sich Anleger zusammenschließen und eine Sammelklage erheben?

Nein. Die Schadensersatzansprüche sind Individualansprüche, die jeder Anleger für sich geltend machen muß, denn, daß der Anlage zu Grunde liegende Beratungs-gespräch ist nun einmal bei jedem Anleger in anderer Form erfolgt. Dieses betrifft nicht nur den Berater selbst, sondern auch die Dauer des Beratungsgespräches, die Umstände über die beraten wurde und anderes. Gern sind wir für Sie da. Es wäre hilfreich, wenn Sie die Zeichnungserklärung, den damaligen der Schriftverkehr oder Beratungsprotokolle und einen etwaigen Prospekt, sofern er übergeben wurde bereithalten.

Wir organisieren Klagen über den Verbraucherschutzverein DAKS e.V. in Berlin. Wenden Sie sich an uns! Mitglieder werden dort entsprechend betreut!



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