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Die Benzinverbrauchstäuschung der Autokonzerne

11.10.2017

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Schlagworte: Benzinverbrauch, Autotypen

Die Benzinverbrauchstäuschung der Autokonzerne

Autofahrer aufgepasst: Wenn Sie ein neues Auto kaufen wollen, können Sie den Herstellerangaben zum Benzin- oder Dieselverbrauch inzwischen überhaupt nicht mehr vertrauen.

Lag der reale Verbrauch 2004 im Schnitt lediglich 10 Prozent über den Hersteller-angaben, waren es 2009 bereits 20 Prozent – und inzwischen sind es sogar 42 Prozent. Das ergab eine große Studie des ICCT-Instituts.

Die Hersteller nutzen die Spielräume des offiziellen Messverfahrens immer stärker r aus.

Der Unterschied schlägt schnell mit 400 bis 500 Euro zusätzlich im Jahr fürs Tanken zu Buche. Zwar gilt seit September 2017 ein neues Verfahren, aber nur für neue Fahrzeugtypen. Das soll die Realität besser abbilden – wie gut das gelingt, ist unklar.

Noch unberechenbarer sind die Abweichungen nach Hersteller und PKW-Typ: :

Fiat 500 (0,9 Twinair)

Die Abweichungen streuen stark. Während zum Beispiel der Fiat 500 (0.9 Twinair) in der Praxis 75 Prozent mehr verbraucht, als vom Hersteller angegeben.

Opel-Astra-Modell

gibt es ein Opel-Astra-Modell, bei dem es nur 7 Prozent sind.

Das gilt aber nicht für alle Astras: So frisst ein anderes Modell 50 Prozent mehr Sprit.

Im Internet finden Sie eine Tabelle mit Beispielwerten.

Für Käufer heißt das:

Googeln Sie in jedem Fall den realen Spritverbrauch des Autos Ihrer Wahl.

Solche Daten veröffentlichen zum Beispiel „Auto Bild“, „Auto Motor und Sport“ oder die „Auto Zeitung“, aber auch spezielle Portale.

Die Autohersteller scheinen es an vielen Fronten nicht immer ganz genau zu nehmen! Der Verbraucher muss aufpassen!

 



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