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EuGH: Kunde muss von Bank bei Fremdwährungsdarlehen auf Risiken umfassend hingewiesen werden

11.11.2017

Autor: Fachanwalt Bank- und Kapitalmarktrecht Karl-Heinz Steffens

Schlagworte: Fremdwährungsdarlehen, Schweizer Franken

EuGH: Kunde muss von Bank bei Fremdwährungsdarlehen auf Risiken umfassend hingewiesen werden

Der Europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 20.09.2017, Az. C-186/16, ent-schieden, dass, wenn ein Kreditinstitut ein Fremdwährungsdarlehen vergibt, es den Kreditnehmer über das bestehende Wechselkursrisiko umfassend aufklären muss.

Der EuGH hat geurteilt, dass ein Kreditinstitut verpflichtet ist, Kreditnehmern um-fassende Informationen zur Verfügung zu stellen und sie z.B. auf die Möglichkeit der Auf- oder Abwertung der jeweiligen Währung hingewiesen werden müssen.

Der Kunde muss also insbesondere auf das Wechselkursrisiko eindeutig hinge-wiesen werden.

Weiter müsse ein Gericht laut BGH die Missbräuchlichkeit der Klausel überprüfen, als ein Missverhältnis zwischen den Parteien, das sich erst im Laufe der Zeit zeigen könne.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Karl-Heinz Steffens mit Sitz in Berlin  "begrüßt diese Entscheidung des EuGH, die Kreditnehmern von Fremdwährungsdarlehen in vielen Fällen die Möglichkeit geben könnte, sich bei unzureichender Aufklärung von ihren Verlusten zu lösen.

Bei unterbliebener Aufklärung des Kunden kann das gemäß EuGH dazu führen, dass die Bank das Wechselkursrisiko zu tragen habe, ein großer Vorteil für Kunden, die in den letzten Jahren mit diversen Fremdwährungsdarlehen wie z.B. auf den Schweizer Franken erhebliche Verluste erleiden mussten.

Die meisten Kredite haben Kunden durch veränderte Wechselkurse erhebliche Verluste gebracht. Vor allem mit Berührung zum Schweizer Franken.

Sollten auch Sie Probleme mit Ihren Fremdwährungsdarlehen haben, können Sie sich gerne an die Kanzlei Steffens, wir beraten Sie gerne.

 



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