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MS „Frisia Amsterdam“, MS „Frisia Göteborg“: Commerzbank droht Containerschiff-Anlegern

11.11.2017

Autor: Fachanwalt Bank- und Kapitalmarktrecht Karl-Heinz Steffens

Schlagworte: Schiffsfonds, Schadensersatz, Klagen

MS „Frisia Amsterdam“, MS „Frisia Göteborg“: Commerzbank droht Containerschiff-Anlegern

Wie das Internet-Portal fondsprofessionell.de berichtete, versucht offensichtlich erneut eine deutsche Großbank, sich unliebsamer Containerschiff-Engagements  zu entledigen. Die durch den deutschen Steuerzahler indirekt mit Milliardenzahl-ungen gerettete und nach wie vor teilstaatliche Commerzbank setze hier „wieder einmal ohne Not“ den Kleinanleger unter Druck. Obwohl die betroffenen  stehenden Containerschiffe bereits zu jeweils rund zwei Dritteln entschuldet seien, bestünde das Geldhaus nicht nur auf Fortführung des vollen Kapitaldienstes, sondern poche vielmehr darüber hinaus auf umgehenden Nachschuss frischen Kapitals in Höhe von zwei respektive 2,3 Millionen € durch die Investoren.

Commerzbank fordert zusätzliche Millionen

Wie das Internet-Portal ausführt, habe das Fondsmanagement in einem Anschrei-ben an die Anleger vom 10.08.2017 darauf hingewiesen, dass aktuell Schiffs-betriebskosten sowie Kapitaldienst inklusive Zins und Tilgung aus den Einnahmen  nicht erbracht werden könnten. Dies sei schon seit dem zweiten Quartal des laufenden Jahres der Fall. Die Commerzbank drohe nun mit der Aufkündigung der Kredite für den Fall, dass die Nachschüsse in Millionenhöhe nicht zusätzlich geleistet würden.

Commerzbank droht mit Kündigung der Kredite

Da davon auszugehen sei, dass sowohl von Anleger – wie von externer Investoren-seite kaum zusätzliches Kapital zufließen werde, sollten die Anleger einem Ver-kaufsbeschluss zustimmen. Bedingung sei, dass eine „insolvenzfreie Liquidation der Gesellschaft überwiegend wahrscheinlich“ wäre – trotz Verzicht auf einen Mindestverkaufspreis.

Im Hinblick auf die zu erwartenden Verkaufspreise für die beiden Containerschiffe  äußere sich das Fondsmanagement nicht. fondsprofessionell .de stellt hier  eine Prognose, ob durch die Verkaufserlöse die Restschulden abgedeckt werden könnten.

Totalverlust für Anleger bei Notverkauf?

Was haben die betroffenen Investoren in der bestehenden Situation zu erwarten? Wenn die erzielten Erlöse die noch bestehenden Restschulden nicht abdeckten, stünden die Anleger vor einer Nachschusspflicht. Nicht auszuschließen sei darüber hinaus eine Insolvenz der Schiffsgesellschaften.

Die betreibende Reederei Hartmann arbeite nach wie vor auf einen Verzicht der Commerzbank für alle nicht durch einen Verkaufserlös gedeckten offenen Forder-ungen hin. Selbst dieses Szenario könnte jedoch für die Anleger einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals bedeuten.

Schadensersatz gegen Vertrieb grundsätzlich möglich - aber Verjährung?

Auf dem weitgefächerten Beteiligungsmarkt für Containerschiffe haben Gerichte immer wieder zugunsten der Anleger rechtskräftig geurteilt. Es gabe Schadensersatzansprüche oder wirtschaftlich sinnvolle Vergleiche!

Im Fokus standen hier regelmäßig die Verantwortlichkeiten insbesondere auch der Vermittler und Anlageberater (Stichworte hier exemplarisch Sicherheit der Anlage/ Altersvorsorge).

Gerade auch die Vertriebe deutscher sowie internationaler Großbanken standen im Einzelfall unfreiwillig immer wieder im Zentrum der Kritik. Sie mussten oft  Schadensersatz leisten.

Gerne prüfen wir unverbindlich Ihre persönliche Situation. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Kanzlei Steffens in Berlin

Rechtsanwalt Karl-Hienz Steffens war am Praxishandbuch Schiffsfonds maßgeblich beteiligt!

Es handelt sich um das erste umfassende Werk zu Schiffsfonds.



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