Rechtsanwalt Steffens wird in 2018 Veranstaltungen zu Seniorenrecht bei EINS in der Clayallee durchführen.

POC Groth GmbH & Co KG

11.12.2017

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Klagen in Sachen "POC Growth GmbH & Co. KG"

Schadensersatzklage mit Pilotcharakter gegen HVT HanseVermögen Treuhand-, Service-und Verwaltungsgesellschaft mbH und POC GmbH, vertreten durch die Geschäftsführung. .

Die Kanzlei Steffens hat für verschiedene Anleger diverse Schadensersatzklagen wegen Falschberatung betreffend der Vermittlung des Öl- und Gasfonds "POC Growth GmbH & Co. KG“ eingereicht.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Karl-Heinz Steffens weist darauf hin, dass auch noch im Jahr 2017 Schadensersatzansprüche gegenüber Beratern, Gründungsgesellschaftern und Treuhänder eingereicht werden können.

Hier wird auf die anlegerfreundliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) gegen Gründungsgesellschafter besonders aufmerksam gemacht.

Es entspricht insoweit der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass Gründungsgesellschafter einer Fondsgesellschaft die Pflicht haben, einem Beitrittsinteressenten für seine Beitrittsentscheidung ein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt zu vermitteln. Sie müssen ihn über alle Umstände, die für seine Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können, insbe-sondere über die mit der angebotenen speziellen Beteiligungsform verbundenen Nachteile und Risiken, zutreffend, verständlich und vollständig aufzuklären (BGH, Urt. v. 14.05.2012, Az. II ZR 69/12 sowie Urteil vom 14.07.2003, Az. II ZR 202/02). Neu dazu vom BGH das Urteil vom 4.7.2017 - Az.: II ZR 358/16

Der BGH hat eine eigene Aufklärungspflicht des Gründungsgesellschafters festgehalten, wenn ein Dritter eingeschaltet wird, es gilt § 278 BGB.

Der Anleger schaut nicht in den Prospekt, sonders verläßt sich auf die mündliche Erläuterung des Vertreibs. Dann kann der richtige Eindruck, den der Prospekt vermittelt, dadurch entwertet werden, dass im mündlichen Beratungsgespräch die Risiken abweichend vom Prospekt als unwesentlich hingestellt werden. Der Prosekt ist kein Freibrief für eine pflichtwidrige mündliche Beratung.

Das bedeutet für geschädigte Anleger, dass auch ein Gründungsgesellschafter für die fehlerhafte Aufklärung durch einen Vermittler bzw. Berater haftbar gemacht werden kann und die Chancen je nach Einzelfall als durchweg gut zu bewerten sind. Mit dieser Rechtsprechung besteht vor allem für diejenigen Anleger noch eine Möglichkeit auf Schadenersatz, wo die dortigen Vermittler und Berater als Anspruchsgegner, zum Beispiel wegen Insolvenz, ausfallen.

Anders als bei der Prospekthaftung im engeren Sinne sind bei dieser Form von Schadensersatzklagen Fehler des Prospekts für die Geltendmachung des Schadensersatzanspruches nicht Voraussetzung.

Auf der Seite der Anspruchsvoraussetzungen ist es auch nicht notwendig, dass die Anleger nicht unmittelbar an der(n) Publikumsgesellschaft(en), sondern mittelbar als Treugeberin beteiligt sind.

Rechtsanwalt Eser empfiehlt interessierten Anlegern, sich so schnell wie möglich von einem auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Fachanwalt informieren und beraten zu lassen. Für eine erste kostenfreie Beratung kann insoweit auch der Kontakt mit Eser Rechtsanwälte aufgenommen werden. Es empfiehlt sich insoweit, die Kontaktmöglichkeiten auf unserer Homepage zu benutzen.

Rechtsanwalt Eser ist seit 13 Jahren als spezialisierter Anwalt im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts bundesweit tätig. Daneben ist er auch als Lehrbeauftragter bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart tätig.



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