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Prozesskostenfinanzierung- Was bringt mir das als Autokunde?

11.12.2017

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Schlagworte: Autokunde, Autobank, Prozesskostenfinanzierung

Prozesskostenfinanzierung- Was bringt mir das als Autokunde?

Die Einschaltung eines Prozessfinanzierers dient dazu, den Empfänger einer Rechtsdienstleistung unter Wahrung des anwaltlichen Standesrechts, der §§ 4 und 4a RVG sowie des § 49b BORA, vollumfänglich von einem Kostenrisiko zu befreien.

Dem Auftraggeber - also Empfänger der Rechtsdienstleistung - ist bewusst, dass die Risikoübernahme bei einem Erfolg in der Sache mit einer individualvertraglich und fallspezifisch fest-gelegten Quote zu vergüten ist.

Es wird herausgestellt, dass der Erbringer der Rechtsdienstleistung im Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung stets die nach dem Rechtsanwaltsvergütungs-gesetz vorgesehene Vergütung erhält. Es wird außerdem klargestellt, dass der Empfänger der Rechtsdienstleistung von allen Kosten der Rechtsverfolgung durch den Prozessfinanzierer freigestellt wird.

Verhältnis Prozesskostenfinanzierungsunternehmen zur Anwaltskanzlei?

Das Prozesskostenfinanzierungsunternehmen ist ein eigenständiges Unternehmen, das unabhängig von der beauftragten Rechtsanwaltskanzlei ist und grundsätzlich auch in keinem rechtlichen Verhältnis mit der beauftragten Kanzlei steht.

Es unterhält in erster Linie mit dem Mandanten ein Vertragsverhältnis. Der Unter-nehmenszweck besteht – ähnlich wie bei einer Rechtsschutzversicherung – darin, Anwalts- und Gerichtskosten eines Dritten, nämlich des Mandanten, zu tragen.

Entgegen dem Zweck einer Rechtschutzversicherung, die das übernommene Risiko durch erhobene Versicherungsprämien im Vorfeld des Rechtsschutzfalles finanziert, wird ein Prozessfinanzierer bzw. Prozessversicherer meist erst nach dem Eintritt des Rechtsschutzfalles eingeschaltet.

Seine Vergütung erhält der Prozessfinanzierer nach dem Abschluss des Rechts-schutzfalles in Form einer quotalen Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg des Mandates.

Weshalb entsteht dem Auftraggeber kein Kostenrisiko?

Geht die Angelegenheit bzw. das Verfahren für verloren, so trägt der Prozess-finanzierer das wirtschaftliche Risiko. Er zahlt in diesem Fall die Anwaltskosten und im Falle eines Klageverfahrens auch die Gerichts- sowie die gegnerischen Rechts-anwaltskosten alleine und erhält keine Vergütung.

Prozessfinanzierung ist für den Prozessfinanzierer immer eine Wette auf den erfolgreichen Ausgang der Streitigkeit anhand einer komplexen Risikoprüfung im Vorfeld der erteilten Deckungszusage.

Aufgrund der Vielzahl und Gleichartigkeit der angenommen Fälle, wird Mandanten das wirtschaftliche Risiko des Einzelfalles ganz abgenommen und auf den Prozess-finanzierer und damit auf die Gesamtzahl der übernommen Fälle verlagert.

Leistungen der Anwaltskanzlei bei der Prozesskostenfinanzierung?

Oft beauftragt der Prozessfinanzierer die eingeschaltete Anwaltskanzlei mit der Abwicklung und dem Kundenservice hinsichtlich der Vergütung, so dass der Man-dant keinerlei administrativen Aufwand hat. Er hat vor allem keine gesonderte Korrespondenz mit der Anwaltskanzlei und dem Prozessfinanzierer. Außerdem wird häufig der Kontakt zwischen dem Mandanten und dem Prozessfinanzierer über die Anwaltskanzlei, die dem Mandanten als vertrauenswürdiger Ansprechpartner für sämtliche Fragen rund um das Mandatsverhältnis zu Verfügung steht, hergestellt.

In der Sache bietet die Anwaltskanzlei einen vergleichbaren Service wie bei rechts-schutzversicherten Mandanten, in dem Sie eine Deckungsanfrage stellt und die Korrespondenz bis hin zur Abrechnung namens und in Vollmacht des Mandanten führt.

Welche Kosten muss man tragen? In der Regel keine!

Mit der Prozesskostenfinanzierung bieten sich die Möglichkeit, Ihre Ansprüche ohne eigenes Kostenrisiko geltend zu machen.

Das bedeutet, Sie zahlen nur im Erfolgsfall ein faires Honorar. Diese Erfolgsbe-teiligung beträgt 29 % (inkl. anfallender Steuern und Gebühren) von dem für Sie erzielten wirtschaftlichen Erfolg - maximal jedoch 2.900 Euro.

Die Kanzlei belasten Sie mit keinen Gebühren oder versteckten Kosten – das Prozessfinanzierungsunternehmen verauslagt alle Anwalts- und Gerichtskosten.

Dadurch haben Sie keinerlei Kostenrisiko, aber die große Chance auf einen Erfolg.

Sie können uns direkt online über Kanzlei.steffens@berlin.de beauftragen.  Wir prüfen Ihren Fall sofort und kostenfrei auf die Möglichkeit einer erfolgsabhän-gigen Vergütung.

Liegen die Voraussetzungen dafür vor, erteilt Ihnen der Prozessfinanzierer ohne Verzögerung eine Deckungszusage, sodass wir für Sie – zunächst außergerichtlich – tätig werden können.



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