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Landgericht Bielefeld verurteilt VW zur Rücknahme eines manipulierten Tiguan

11.13.2017

Autor: FA Bank- und Kapitalmarktrecht RA Steffens Berlin

Schlagworte: Dieselskandal, VW Tiguan

Landgericht Bielefeld verurteilt VW zur Rücknahme eines manipulierten Tiguan

Die Bielefelder Richter sprachen der Klägerin mit Urteil vom 16.10.2017 einen Betrag von 30.574 EUR zzgl. Zinsen zu. Im Gegenzug muss sie das fünf Jahre alte Fahrzeug, für das sie ursprünglich 39.000 EUR bezahlt hatte, an VW zurückgeben.

Die Kammer argumentierte, dass kein verständiger Kunde ein Fahrzeug mit manipulierter Steuerungssoftware erwerbe. Vielmehr habe VW der Käuferin vorsätzlich Schaden zugefügt.

Die Entscheidung unter dem Az. 6 O 149/16 ist noch nicht rechtskräftig. In zweiter Instanz könnte das Oberlandesgericht Hamm eindeutigere Vorgaben machen. Dort liegen über 100 vergleichbare Fälle zur Entscheidung vor. Zu einem Urteil ist es dabei indes bislang nicht gekommen. Erfahrungsgemäß einigen sich die Prozessbeteiligten vor dem Verhandlungstermin. Der Volkswagenkonzern will auf diese Art und Weise obergerichtliche Entscheidungen zu seinen Lasten verhindern.

Quelle:
http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Kreis-Herford/Herford/3041061-Urteil-des-Landgerichts-Bielefeld-Amarok-Besitzern-droht-Fahrverbot-Dieselskandal-Herforderin-darf-alten-Tiguan-zurueckgeben



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